27.02.2012

Das Glück im Jetzt finden

Von , Nürnberg
 

Sollen wir unser Glück in der Produktivität suchen? In Filmen? In Büchern? In anderen Menschen?

Oder stellt all das nicht vielmehr eine Ablenkung dar – eine Ablenkung von uns selbst?

Handelt es sich, wenn wir zusätzliche Stimmen aus dem Fernseher brauchen oder dauernd Facebook checken, nicht um ein Weglaufen vor unseren (quälenden) Gedanken, eventuellen Gefühlen der Einsamkeit oder Sorgen, die wir uns machen?

Wo ist das “Glück” zu finden? Gibt es das überhaupt?

Vielleicht muss man es gar nicht suchen. Vielleicht ist es die ganze Zeit über hier – in uns und um uns herum.

Vielleicht müssen wir die Einsamkeit, oder was auch immer es ist, das uns gerade quält, einfach einen Moment lang zulassen; da sein lassen.

Vielleicht stellen wir dann fest, dass wir selbst genug sind, und können es gleichzeitig kaum glauben, dass es “so einfach” ist und so wenig braucht.

Vielleicht merken wir dann, dass wir nichts kaufen, nichts ändern, nichts weglassen und nichts hinzufügen müssen, um glücklich zu sein.

1 Kleine Scherzfrage am Rande: Ist es eigentlich schlechter Stil, jeden Satz mit “Vielleicht” zu beginnen? Oder gibt es in der Sprachwissenschaft dafür ein schönes Fremdwort, das diesem Stil plötzlich wieder eine Daseinsberechtigung zuspricht? (Nachtrag: Das nennt sich Anapher. Merci, lieber Leser!)

 

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