Minimalismus

 

23.06.2016

Ehrliche Produkte

Von , Nürnberg
 

Wir müssen zurück zu ehrlichen Produkten.

Wenigen Produkten, und dafür guten Produkten.

Wir lassen uns finanziell ausnehmen, und das auf immer perfidere Weise. Die Billigwurst vom holländisch-polnisch-deutschen Großschlachter, die fertig verpackt im Supermarkt ausliegt, vermittelt uns den falschen Eindruck, wir würden importierte Qualitätsware von einem kleinen Gutsbauernhof aus Spanien kaufen.

Wir geben zu viel Geld aus für Dinge, deren Gegenwert nur wenige Cent beträgt, und die uns nicht selten sogar körperlich schaden — und in deren Wertschöpfungskette niemand außer die Unternehmensführung profitiert: weder die Gesundheit des Verbrauchers, noch die Mitarbeiter, und schon gar nicht die Tiere oder gar die Umwelt.

Und wir sind sogar selbst daran Schuld: Wir delegieren zu viel, geben zu wenig für das einzelne Produkt aus (und zu viel für unnötige Produkte), und verschließen die Augen, was und wen wir mit unserem Geld eigentlich unterstützen und welche gesellschaftlichen Krisen wir damit befördern.

Indem wir uns weigern, kleinen Herstellern mehr zu bezahlen, machen wir uns selbst zu abhängigen Melkkühen internationaler Großkonzerne, die danach trachten, uns die schlechteste Qualität zum höchstmöglichen Preis zu verkaufen anstatt bestmöglicher Qualität zum besten Preis.

Dies führt dazu, dass Minderware inzwischen zur mittelpreisigen Standardware wurde und echte Qualitätsware kaum mehr zu finden ist oder so teuer wurde, dass einige sie sich schon gar nicht mehr leisten können.

Wir müssen wieder mehr ausgeben für weniger — und Produkte von Menschen herstellen lassen, die Wert auf ehrliche Qualität legen und denen wir vertrauen können.

 

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