Minimalismus

 

15.05.2011

Höhere Produktivität durch radikales Abschalten

Von , Nürnberg
 

Ich habe gestern ein paar Lehren aus einem verschwendeten Abend gezogen.

Wie viele andere habe ich den Eurovision Song Contest angeschaut, obwohl ich den Tag über nicht wirklich produktiv war. Hätte ich aber sein wollen, denn es ist Prüfungszeit.

Stattdessen habe ich den Abend damit verbracht, schlechte Musik anzuhören und den Gedanken irgendwelcher Leute auf Twitter zu folgen sowie meinen eigenen Nonsens dazu abzugeben.

Mit zunehmender Uhrzeit gingen mir die Leute im Fernsehen gehörig auf die Nerven, gleichzeitig wollte ich aber auch nicht ausschalten. Ich habe in letzter Zeit nur sehr wenig ferngesehen (selbst am Abend oft nicht – eine echte Errungenschaft) und gestern war das ein echter Marathon.

Als ich dann endlich ausgeschalten habe, ist mir aufgefallen, wie grandios diese Ruhe ist und dass ich keine aufmerksamkeitssüchtigen Schwachköpfe im Fernseher brauche, um mich zu unterhalten.

Außerdem habe ich meinen Twitter-Client gelöscht, den ich in letzter Zeit sehr oft angeklickt habe, wenn ich eigentlich vorhatte, produktiv zu werden. Außerdem habe ich twitter.com in eine Filterliste eingetragen, damit ich es nicht mehr so leicht nutzen kann.1

Die Tweets der Leute, denen ich bei Twitter2 folge, bekomme ich von NutshellMail sowieso einmal täglich per E-Mail zugeschickt, einschließlich der Antworten auf meine Tweets, auf die ich dann sogar ohne weiteren Login reagieren kann, wenn nötig.

Was ich bereits vor längerer Zeit gemacht habe und was sich als sehr angenehm herausgestellt hat: E-Mail-Benachrichtigungen deaktivieren.

Wenn Sie nicht mit einem Symbol oder einem Ton darüber informiert werden, dass neue E-Mails eingetroffen sind oder Sie “mal eben” mit einem Klick sehen können, ob es etwas Neues gibt, dann wird das Ihre Ablenkung ebenfalls enorm reduzieren.

Manchmal muss man eben radikalere Methoden ergreifen, um sich selbst davor zu bewahren, seine Zeit mit sinnlosen Tätigkeiten zu vergeuden und am Ende des Tages unzufrieden mit sich selbst zu sein.


PS: Ich habe die Twitter- und Facebook-Buttons von meiner Seite entfernt, weil ich den Datenschutzverbrecher Facebook nicht länger unterstützen möchte und der Tweet-Button nur selten genutzt wurde. Ich vertraue darauf, dass Sie die Artikel, die Ihnen gefallen, auch dann weiter empfehlen, wenn es Ihnen ein kleines bisschen schwerer gemacht wird. Sollte meine Website deshalb langsamer wachsen ist das okay für mich, denn “die Frage ist nicht, wie schnell man hochkommt, sondern wie lange man oben bleibt.”

1 Nachtrag: Was als Erziehungsmaßnahme gewirkt hat. Ich habe mich mittlerweile an die gemäßigte Nutzung gewöhnt und konnte den Filter wieder rausnehmen.

2 Nachtrag: Ich bin seit September 2011 nicht mehr bei Twitter.

 

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