Minimalismus

 

17.02.2012

Into the Wild

Von , Nürnberg
 

Wir füllen unsere Häuser mit Krempel, um uns abzulenken von der Wahrheit, wie kalt, leer und einsam es eigentlich ist, alleine oder mit nur wenigen Menschen in einem viel zu großen Haus zu leben.

Wir würden uns einsam fühlen, würden unsere Augen die Leere, von der wir in Wahrheit umgeben sind, tatsächlich erblicken.

Man sollte kein Christopher McCandless (Into the Wild) werden, der alleine in der Wildnis umher streift und Eichhörnchen erlegt, um zu überleben. Man muss es nicht übertreiben. Man muss vor allem nicht alleine sein. Im Gegenteil.

Ich plädiere eigentlich dafür, dass wir Menschen wieder mehr zusammen kommen, uns einander nähern, in echt, und den Menschen vor uns als kostbarstes Gut betrachten, statt Geld oder seine Manifestationen: Dinge und die Arbeit, die wir verrichten, um sie zu erhalten.

Wir lassen uns voneinander entfremden, immer mehr. Durch das Fernsehen, den Konsum und durch Arbeit.

Man “muss” arbeiten, um nicht auf der Strecke zu bleiben. Man “muss” flexibel sein und womöglich 10 von 12 Monaten im Jahr irgendwo anders sein als die Familie. “Es ist eben so”, dass man seine Kinder nicht aufwachsen sieht bzw. aktiv dazu beiträgt, denn man “muss” schließlich Geld verdienen.

Muss man wirklich? Und ist der Preis, den wir dafür bezahlen, nicht viel höher als der, den wir dafür bekommen? Ignorieren wir nicht sogar die Tatsache, dass wir überhaupt einen Preis zahlen, und schauen nur auf den vermeintlichen Gewinn?

 

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