Persönlichkeitsentwicklung

 

12.04.2013

Der Begriff vom Selbstwert

Von
 

Manchmal neigen wir dazu, unser Selbstwertgefühl daran festzumachen, welchen “Wert” wir von anderen beigemessen bekommen. Erfahren wir Zuspruch und Begeisterung, fühlen wir uns gut, erfahren wir Ablehnung oder auch einfach nur Gleichgültigkeit, gerät unser Selbstbild ins Wanken und wir fühlen uns schlecht.

Der Selbstwert ist aber der Wert, den wir uns selbst geben, sonst müsste er Fremdwert heißen. Wir können uns diesen Selbstwert also auch dann zusprechen, wenn wir Ablehnung erfahren, denn Ablehnung hat nichts mit unserem Wert als Mensch zu tun.

Ablehnung kann viele Gründe haben. Vielleicht hat unser Gegenüber gerade keine Zeit, Lust oder Nerven, vielleicht fühlt sich sogar unser Gegenüber unzulänglich. Es kann aber auch an einem bestimmten Verhalten liegen, das wir an den Tag legen. Dann erfahren aber nicht wir als Person Ablehnung, sondern im Prinzip nur unser Verhalten, bzw. noch genauer, die Interpretation unseres Verhaltens durch das Gegenüber.

Wenn wir eine Leistung erbracht haben, die nicht unseren Vorstellung entsprach, ist lediglich die Leistung nicht gut genug gewesen, nicht wir als Mensch. Vielleicht hätten wir einfach noch ein paar Tage länger Zeit gebraucht, oder wir konnten uns in der Prüfung schlechter als üblich konzentrieren, oder der Lehrer hat übertrieben schlecht bewertet, weil er gerade Ärger mit seiner Frau hat.

Nicht unsere Leistungen, unser Besitz oder unsere Fähigkeiten bestimmen unseren Selbstwert. Sondern wir sind alleine schon deshalb wertvoll, weil wir sind. Darüber hinaus kann, muss aber nichts geleistet werden.

Angst – und eben auch die Angst vor Selbstwertverlust – ist die Krankheit unserer Zeit. Und solange wir an Angst, Ärger oder Besitz festhalten, können wir nicht frei sein.

 

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