Persönlichkeitsentwicklung

 

28.06.2014

Ist es dein Ziel, glücklich zu sein?

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Dann solltest du dieses Ziel vielleicht überdenken. Viele Menschen machen den Fehler und verwechseln Gefühle mit Zielen.

Sie sagen sich “Ich will glücklich sein” oder “Ich will erfolgreich sein”, ohne zu wissen, dass das im Grunde gar keine Ziele sind, sondern Gefühle.

Und diese Gefühle, oder Zustände, können sich über die Zeit hinweg ändern. An einem Tag fühlt man sich glücklich, am anderen nicht, und das ist auch ganz normal.

Unsere Gefühle sind vielmehr Indikatoren, die uns anzeigen, ob man sich in die richtige Richtung bewegt, in die man möchte, oder nicht. Sie zeigen uns an, ob wir in dem gegebenen Moment das Richtige tun.

Wir müssen Glücklichsein umdefinieren, wenn wir glücklich sein wollen.

Wenn es dein Ziel ist, glücklich zu sein, und du feststellst, dass du dann am glücklichsten bist, wenn du Zeit mit deinen Freunden und deiner Familie verbringst, dann sagt dir dieser Zustand, dass es genau das ist, was du tun solltest. Darum sollte auch dein Ziel nicht sein, glücklich zu sein, sondern Zeit mit den Menschen zu verbringen, die du am meisten magst.

Wenn du das Gefühl haben willst, erfolgreich zu sein, und du dieses Gefühl bekommst, wenn du etwas tust was dir gefällt und worin du gut bist, du aber deinen aktuellen Job hasst, dann muss dein Ziel sein, einen Beruf zu finden, indem du tun kannst, was du gut kannst, und nicht, erfolgreich zu sein. Dann wirst du automatisch erfolgreich sein.

Nicht falsch verstehen: Es ist nichts verkehrt daran, sich zu entschließen, dass man im Leben glücklich sein will. Aber solange man nicht versteht, dass Glücklichsein ein Zustand ist, der infolge der richtigen Taten entsteht, wird man dem Glück nicht näher kommen.

Du kannst Glück für dich gezielt definieren, indem du es auf konkrete Maßnahmen herunterbrichst. Und diese Maßnahmen sind deine neuen Ziele.

Wir müssen also zuerst herausfinden, in welchen konkreten Situationen wir Glück empfinden und diese Situationen dann gezielt anstreben. Was kannst du noch heute tun, um deinen Zielen näher zu kommen?

1. Frage dich, wie du dich in bestimmten Situationen fühlen möchtest. Zum Beispiel: “Ich möchte mich [glücklich] fühlen, wenn ich [arbeiten gehe].”

2. Finde raus, wann du dich so fühlst. Zum Beispiel: “Ich fühle mich dann [glücklich], wenn ich [viel mit Menschen zu tun habe].”

3. Mache mehr von den Dingen, die dich glücklich machen, und versuche die Dinge zu vermeiden, die negative Gefühle in dir auslösen. Zum Beispiel: “Da mich unter Menschen zu arbeiten glücklich macht, sollte ich meinen aktuellen Beruf, in dem ich alleine arbeite, aufgeben.”

4. Mache immer weiter. Wenn du dich zum Beispiel dann erfolgreich fühlst, wenn du in deinem Beruf wirklich gut bist, dann arbeite stets daran, immer besser darin zu werden.

5. Beziehe auch andere Lebensbereiche mit ein. Sobald du dein vorheriges Ziel, “glücklich” zu sein, auf diese Art erreicht hast, probiere doch einmal, deine Beziehungen zu verbessern, ein erfüllendes Hobby zu finden oder gesünder zu leben. Die Möglichkeiten sind unbegrenzt.

Es ist so einfach, aber die meisten Menschen gehen nur den ersten Schritt und wundern sich dann, warum sie noch nicht glücklich sind.

Wie möchtest du deine Ziele neu definieren?



Jessica Dang schreibt in ihrem Blog Minimal Student darüber, wie man ein einfaches und sorgenfreies Leben führt und was es heißt, Mensch zu sein.

Übersetzung: Alex Rubenbauer

 

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