Persönlichkeitsentwicklung

 

14.07.2015

Sich selbst annehmen und lieben

Von
 

Wer sich nicht selbst liebt, weil er Schwierigkeiten damit hat, sich selbst anzunehmen, der sieht in Menschen, die sich selbst lieben, gerne “höhere” Menschen, “bessere”, die etwas haben, was er nicht hat. Er meint sogar, diese Menschen können unmöglich etwas mit ihm zu tun haben wollen, und wenn doch, dann wird er misstrauisch, er fragt sich, wo ihr “Nutzen” ist, was sie nur mit ihm wollen.

Wer sich selbst liebt, beginnt das Leben zu lieben, und die Wesen darin. Er wird fröhlich, frei, leicht und offen. Er tut sich leicht, Menschen in sein Leben zu lassen, ohne Bedingungen zu stellen. Er unterscheidet nicht mehr so stark, was aber nicht heißt, dass er denjenigen, der subjektiv “mehr leidet” als er, deswegen übersieht, sich nicht mehr in ihn einfühlen kann oder über ihm steht. Er kann sich ihm genauso annehmen. Nur eben ohne zu leiden.

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Wenn Du etwas liebst, lass es frei;
kommt es zu Dir zurück, wird es Dein sein.
Tut es das nicht, ist es niemals Dein gewesen.

(Antoine de Saint-Exupéry)

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“Unsere Sehnsucht ist der Schrei nach unendlicher, bedingungsloser Liebe. Der Wunsch danach, geliebt zu werden, weil man einfach ist. Liebe, die nicht verlangt: „Wenn dein Haar nicht schwarz ist, kann ich dich nicht lieben.“ Die nicht fordert: „Wenn du nicht bereit bist, etwas an dir zu ändern, dann kann ich nicht glauben, dass du mich liebst.“ Liebe, hinter der nicht der eigene Hunger steht nach dem, was der andere für einen tut.

Wir sehnen uns nach der Liebe, die wir alle in unserer Erinnerung haben. Denn diese Liebe kennt keine Bedingungen. Sie ist, weil sie ist.

(…)

Diese Liebe findest du erst im Außen, wenn du sie im Innen gefunden hast. Du magst das vielleicht nicht hören. Aber den Menschen, den du zuallererst bedingungslos lieb haben solltest, dem du ununterbrochen etwas Gutes tun solltest, der dein uneingeschränktes Vertrauen verdient, den du nicht bemängeln, verurteilen, klein machen solltest, dem du mit einem Lächeln am Morgen in die Augen schauen solltest und ihm sagst „Es ist schön, dass es dich gibt“, das bist du — du ganz alleine.

(…)

Du erkennst deine Machtlosigkeit im Außen, wenn dein Innen sich nicht annehmen kann.

(…)

Wenn du dich selbst lieben kannst, dann kannst du auch denjenigen in Liebe einhüllen, der dich zurückweist. Er wird sich dann durch deine Liebe nicht bedrängt fühlen. Er fühlt, dass es selbstlos ist und nicht dem Zwecke dient, selbst „geliebt werden zu wollen“. Und er nimmt diese Liebe an oder auch nicht. Denn es ist seine Wahl.“ (via)

Siehe auch: Charlie Chaplin über die Selbstliebe

 

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