Psychologie

 

03.10.2019

Fragwürdige Forschungspraktiken in der Psychologie

Von , Nürnberg
 

Fragwürdige Forschungspraktiken in der Psychologie: Eine vergleichende p-Kurven-Analyse zum Stand der Replikationskrise

Nachdem in der Sozialpsychologie mehrere Betrugsfälle aufgedeckt wurden und sich ein großer Teil der psychologischen Forschungsergebnisse als nicht reproduzierbar erwiesen hat, kam es zu einem Vertrauensverlust in die psychologische Forschung. Die vorliegende Studie beleuchtet die Ursachen dieser Replikationskrise. Der Einsatz fragwürdiger Forschungspraktiken, wie das so genannte p-Hacking, verfälscht Forschungsergebnisse und trägt dadurch entscheidend zur Replikationskrise bei. In dieser Studie wurde das gegenwärtige Ausmaß fragwürdiger Forschungspraktiken in der Psychologie empirisch untersucht, indem die Fachgebiete Allgemeine Psychologie und Sozialpsychologie einer vergleichenden p-Kurven-Analyse unterzogen wurden. Dabei wurde anhand von N = 76 p-Werten überprüft, ob deren Verteilung linkssteil oder rechtssteil ausgeprägt ist. Eine linkssteile Verteilung weist überwiegend hochsignifikante p-Werte auf und gilt als Indiz für die empirische Evidenz der zugrundeliegenden Forschungsergebnisse. Eine rechtssteile Verteilung hingegen weist mehrheitlich knapp signifikante p-Werte auf und gilt als Indiz für den Einsatz fragwürdiger Forschungspraktiken. In dieser Studie wurde kein signifikanter Unterschied festgestellt: In beiden Fachgebieten waren die p-Werte signifikant linkssteil verteilt, was für die empirische Evidenz der zugrundeliegenden Forschungsergebnisse spricht. Im Übrigen wurde die Praktikabilität der p-Kurven-Analyse diskutiert und mögliche Lösungen für die Replikationskrise aufgezeigt.

Die Masterarbeit kann hier eingesehen werden:

 

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